Liebesgrüße nach Moskau
Veröffentlicht in Marken & Märkte am 29. 06. 2010
Nach der Festnahme von zehn mutmaßlichen russischen Agenten in verschiedenen US-Bundesstaaten fragen sich wohl nicht nur Ian Fleming-Fans, welche digitalen Hightech-Wundergeräte diese Elite-Spione wohl zur Kommunikation mit ihrer Kommandozentrale in New York benutzt haben. Aber bislang erinnern die bekannt gewordenen Methoden weniger an die phantastischen Erfindungen von Q, sondern können mit etwas Verständnis für die Materie auch vom Otto-Normal-Verbraucher realisiert werden. Ein Beispiel ist der Aufbau von Ad-hoc-Netzwerken, bei denen man mehrere Endgeräte wie Mobiltelefone, Personal Digital Assistants oder Notebooks über Funk miteinander verbindet. Dabei verzichtet man auf einen fest installierten Wireless Access Point.
Bei den Spionen, die ihrerseits vom FBI ausspioniert wurden, konnte wiederholt der Aufbau von Ad-hoc-Netzen aufgespürt werden. Als das FBI über Umwege Notizen fanden, auf denen die 27-stelligen Passwörter notiert waren, konnten sie die geheimen Botschaften abfangen und die Verdächtigen dingfest machen. Ob der Wodka-Martini anschließend auch shaken not stirred gereicht wurde – wir werden es wohl nie erfahren…
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